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Coloplasts Spendenprogramm „Access to Healthcare“ hat vor Kurzem eine Vereinbarung mit der World Diabetes Foundation (WDF) über ein neues Projekt im Gesundheitswesen in Indien unterzeichnet. Ziel des Projektes sind Verbesserungen bei der Behandlung diabetischer Wunden.
„Jeden Tag wird in Indien aufgrund diabetischer Ulzera 110 Menschen der Fuß oder ein Teil des Beines amputiert. Eine unbekannte Anzahl Menschen stirbt, bevor überhaupt eine Diagnose gestellt wird“, so Per Ole Nielsen, Projektleiter von „Access to Healthcare“.
Damit diese Zahlen sinken, muss im Bereich Diagnose und Pflege diabetischer Wunden weitergebildet werden.
„Steht das erforderliche Fachwissen zur Verfügung, kann schnell eine Behandlung erfolgen, sodass die Wunde rechtzeitig verheilen und eine Amputation vermieden werden kann. Deshalb sind Weiterbildungsprojekte wie dieses so wichtig“, so Dr. Arun Bal, Gründer und Präsident der Diabetic Foot Society of India, der sich als Partner vor Ort um die Förderung des Projektes beworben hat.
Dr. Anil Kapur, Geschäftsführer der World Diabetes Foundation und Vorsitzender des Spendenausschusses von „Access to Health Care“, ist derselben Ansicht.
„Es kostet nur drei US-Dollar, einem Diabetespatienten beizubringen, wie er sich um seine Füße kümmern soll und Geschwüre an den Füßen vermeiden kann. Die Kosten für eine Amputation betragen dagegen etwa 650 und die für eine Prothese weitere 524 Dollar. Derartige Kosten führen zu lebenslanger Verschuldung“, so Kapur. „Es macht uns stolz, dass wir gemeinsam mit Coloplast dieses Projekt unterstützen. Wir hoffen, dass sich die Lebensqualität armer, benachteiligter Menschen mit Fußgeschwüren und Fußkomplikationen durch die gemeinsame Finanzierung verbessern wird.“
Im Rahmen des Projektes wird die Diabetic Foot Society of India 2280 Angehörige der Heilberufe zu modernen Wundbehandlungs- und Wundversorgungsmethoden schulen. Unterstützt wird sie dabei von „Access to Healthcare“ und der World Diabetes Foundation.
Das Projekt zur Wundversorgung ist eines unserer drei Projekte in Indien. Auch die anderen beiden dienen der Weiterbildung: In einem geht es um Stomaversorgung, im anderen um Rückenmarksverletzungen (siehe Informationen zu den Projekten). Bei allen drei Projekten sollen sich Ärzte und Pflegekräfte Fachwissen zur Behandlung und zur Versorgung tabuisierter und zu wenig beachteter Beschwerden im Bereich Wund‑, Stoma- und Kontinenzversorgung aneignen.
„Coloplast entwickelt Produkte und Dienstleistungen für Menschen mit Beschwerden, die die Intimsphäre betreffen. In der westlichen Welt werden diese angemessen behandelt, aber in Entwicklungsländern wie Indien schenkt man ihnen kaum Beachtung. Die Kenntnisse darüber sind gering, was für die Betroffenen erhebliche Folgen hat“, so Per Ole Nielsen abschließend.
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